05.01.2019 20:00 - Vom Orionnebel zur Supernova, der Lebensweg der Sterne
Wer zu Beginn des neuen Jahres in den nächtlichen Himmel blickt, dem fällt das markante Sternbild des Himmelsjägers Orion auf. An der Schulter des Orions findet sich der helle rötliche Stern Beteigeuze und am Fuß des Jägers prangt bläulich Rigel. Die Hüfte des Orions bilden drei markanten Gürtelsterne. Das Highlight im Orion ist aber der Orionnebel. Bei seiner Jagd wird Orion vom Großen Hund mit Sirius, dem hellsten Stern des Himmels, und dem Kleinen Hund mit Prokyon begleitet. Höher am Firmament steht das Sternbild Stier mit Aldebaran, dem roten blutunterlaufenen Auge des Stiers, an den sich das Sternbild des Fuhrmanns mit der hellen Capella anschließt. Etwas weiter im Osten kann man die Sternbilder der Zwillinge mit den Sternen Castor und Pollux sehen. Im unteren Teil des Sternbildes Orion erkennt man bereits mit freiem Auge den imposanten Orionnebel in dessen Innerem Sterne entstehen, wie das Hubble Space Teleskop zeigen konnte. Was am Ende aus einem Stern wird und von ihm übrig bleibt, entscheidet die Masse des Objekts. Auch die Lebensdauer wird von der Masse des Sterns bestimmt. Wie dies funktioniert erfahren die Besucher der Sternwarte in dieser Führung. Die Überreste eines Sterns sind nur schwer vorstellbare, extrem kompakte, Objekte wie Weiße Zwerge, Neutronensterne oder gar Schwarze Löcher, die teilweise nur indirekt auszumachen sind. Einige Objekte zum Thema, wie Orionnebel, Hyaden und Plejaden, Planetarische Nebel, sowie Überreste von Supernovae werden bei klarem Himmel zu beobachten sein.
Das Planetarium der Sternwarte bietet witterungsunabhängig Gelegenheit die Sternbilder kennenzulernen. Bei klarem Wetter werden die markantesten im Planetarium kennengelernten Sternbilder nochmal live am Nachthimmel gezeigt.
Ein Vortrag zum Thema des Abends rundet das Programm ab.
Die Führung beginnt um 20 Uhr. Einlass ist ab 19:45 Uhr am West-Eingang der Ferdinand
von Steinbeisschule in der Karlstr. Nach Beginn der Führung ist kein Einlass mehr möglich. Auf warme Kleidung ist sehr zu achten, denn die Kuppeln der Sternwarte können nicht beheizt werden.